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Rolf Gerlach

Künstler/-innen
*1938 in Stuttgart, in Feuerbach aufgewachsen. Ausbildung zum Lehrer an der PH Stuttgart, seit 1967 Pädagoge in Pleidelsheim, dort später Rektor bis 2001. Gemeinderat 1980-2004, die letzten 10 Jahre stellvertretender Bürgermeister.
Als literarischer Späteinsteiger entdeckte er mit 50 Jahren seinen Hang zur schwäbischen Poesie, sein Talent zum Schreiben und Reimen in seiner Muttersprache, dem Stuttgarter Schwäbisch. Sein Talent könnte man auf eine Art extrafamiliäre Vererbung zurückführen, denn sein Schwiegervater war kein geringerer als das legendäre "Rundfunkfritzle".
Seine Gedichte erzählen selbst Erlebtes und Erzähltes, auch gute Witze werden gekonnt verdichtet. "Eine Poesie mit Bodag'fährtle, herzhaft wie eine schwäbische Schlachtplatte, bekömmlich wie ein Rostbraten, manchmal räß wie Most oder Wein, der gerade seine Süße verliert, und auf jeden Fall süffig wie ein Trollinger. Mit einem Wort: urschwäbisch", schrieb einmal der KNITZ der Stuttgarter Nachrichten. Die meisten seiner Gedichte wurden schon vom SWR ausgestrahlt.
Gerlachs Bücher mit den Titeln "Scho bassiert!" (1994), "Des kommt drvo!" (1997), "Oh lass halta!" (2000), "Nix für oguat!" (2003), "Ach du liaber Vadder" (2007), "Om's Nomgucka!" (2010)  und zuletzt "Dr Lehmbolla" (2014)  sind liebevoll illustriert, die ersten beiden mit Aquarell- und Öldrucken, die anderen fünf mit Karikaturen der bekannten Zeichner Karlheinz Groß, Herbert E. Richter und Peter Ruge.
Rolf Gerlach erhielt das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste im Ehrenamt und für den Erhalt der schwäbischen Mundart.
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