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Aktuelles

Dinkelacker-Schwabenbräu hat jetzt einen "Bierblog"

Pius Jauch: Herz ond Bauch schwätzet Schwäbisch

Ein Interview in 2 Folgen mit Dr. Andreas Linsenmann von der Neuen Rottweiler Zeitung, in dem unser stellvertretender Vorsitzender Pius Jauch mit intellektuellem Tiefgang die aktuelle Lage der Mundarten in Baden-Württemberg betrachtet.


Weitere Presseauszüge:
Buch zum Sebastian-Blau-Preis für Literatur an Stephan Neher übergeben
    
Das vor kurzem im Handel erhältliche Buch „Ens Blau nei gschrieba“ hat dieser Tage auch den Weg ins Rathaus der Mundartstadt Rottenburg am Neckar gefunden. Oberbürgermeister Stephan Neher, zugleich Vorsitzender des Fördervereins Schwäbischer Dialekt e.V., nahm es aus der Hand von Dr. Wolfgang Wulz, Mitherausgeber des Werks und Vorsitzender des Vereins schwäbische mund.art e.V., entgegen. Neher zeigte sich erfreut, dass es nach 2002 und 2008 bereits zum dritten Mal gelungen ist, den besten Autorinnen und Autoren des renommierten Mundartwettbewerbs mit einem Buch im Tübinger Silberburg Verlag ein literarisches Denkmal zu setzen und damit an Sebastian Blau alias Josef Eberle zu erinnern, den berühmten Sohn und Ehrenbürger der Neckar- und Bischofsstadt. Kulturamtsleiter Karl-Heinz Geppert und Dr. Wolfgang Wulz bekräftigten in diesem Zusammenhang auch die jahrelange großartige Zusammenarbeit der beiden Mundartvereine beim alle zwei Jahre durchgeführten Dichter-, Sänger-, Kabarettisten- und Filmwettbewerb, der mit seinen feierlichen Preisverleihungsfesten zusammen mit den seit 2014 jährlich durchgeführten Sebastian-Blau-Tagen einen unverzichtbaren Platz im Rottenburger Kulturleben gefunden hat.
Zum Buch:
"Ens Blau nei gschrieba - Schwäbische Geschichten und Gedichte": Der dritte Anthologieband zum Sebastian-Blau-Preis für Literatur. Wiederum ist das Beste versammelt, was das Ländle in der Mundartliteratur zu bieten hat. Die Vielfalt und Lebendigkeit der   schwäbischen Literatur setzt sich auch im Zeitalter von E-Book und Digitalisierung durch. Schwäbischer Humor in Bestform!   
Herausgeber: Pius Jauch und Wolfgang Wulz im Auftrag des Vereins schwäbische mund.art e.V. mit Zeichungen von Karlheinz Haaf. ISBN 9783842521650, Silberburg Verlag, 192 Seiten, 14 Abbildungen, Format 12,3 x 19,5 cm, Hardcover, € 9,99
1. Mund.art-Stammtisch in der Bronnweiler Rose
Sonja Schneider und Friedel Kehrer hatten geladen und viele kamen zum ersten Bronnweiler Mund.art-Stammtisch im sympathischen Ambiente der Gaststätte Rose.
Die beiden Gastgeberinnen moderierten und trugen Texte vor, unterstützt vom Liedermacher Matthias Flad. Im zweiten Teil gaben zahlreiche weitere Künstler/innen zehnminütige Beiträge, darunter so bekannte Mundartgrößen wie Doris Oswald aus Metzingen und Roland Single aus Winterlingen oder Jo Schmieg und die Bühler Weiber, die schon kürzlich beim Melchinger bzw. beim Kilchberger Stammtisch für Furore gesorgt hatten. Ein heiterer Abend, der im Nu vorüberzog und an dessen Ende alle Beteiligten in gehbener Stimmung nach Hause zogen. Eine Fortsetzung ist nach diesem sehr gelungenen Auftakt ist schon geplant.
Walter Spira mit schwäbisch-respektloser Zunge
Zwei Stunden lang zog das schwäbische Urgestein aus Ulm, Walter Spira, im gut gefüllten Gewölbekeller des Bistros Domizil am Leonberger Marktplatz alle Register schwäbisch-makabrer Respektlosigkeit. Seine Lieder und Moderationen, begleitet von einem virtuosen Spiel auf der Gitarre, ließen keinen Seitenhieb aus, sei     es auf obrigkeitliche Systeme (T-Shirt: Fuck the system), sei es auf das eigene "naturtrübe" Ego: "I lass d Rollo nonder ond no wart i auf mei Lieblingsscheißgefühl". Ehrgeizige Eltern bekamen ihr Fett ab - in einer kultigen Satire auf "Frau Neureich" und ihre am übervollen Stundenplan der Startocher "Schandall" gescheiterte  Anmeldung zum Gitarrenunterricht. Zum absoluten Highlight wurde aber Spiras Verwandlung zum Oldtimer- und Schnabeltassen-Rapper, der es im Pflegeheim grooven lässt. Das kleine, aber feine Publikum im Domizil dankte dem Multitalent Spira mit langem Beifall und Zugaberufen. Auch Dr. Bernd Murschel (MdL) genoss als "special guest" den lockeren Abend und nahm wertvolle dialektale Anregungen mit in den Landtag, wo noch in diesem Jahr eine Plenumsdebatte über Mundart und Dialekt in den einheimischen Idiomen stattfinden wird.
Vorsitzender Dr. Wolfgang Wulz vom veranstaltenden Verein "schwäbische mund.art e.V." zeigte sich begeistert  vom positiven Echo und dankte dem Pächterehepaar Marie und Lothar Mattner für die Gastfreundschaft. Wie schon 2018 mit den Kabarettisten Sabine Essinger, Dieter Huthmacher und nun mit Walter Spira soll auch künftig der Leonberger Marktplatz mit hochkarätigen schwäbische Kleinkunstevents im Bistro Domizil belebt werden.
1. Mund.art-Stammtisch in der Bronnweiler Rose

Die "Stammtischmütter" Sonja Schneider und Friedel Kehrer laden zum 1. Bronnweiler Mund.art-Stammtisch im Gasthaus Rose, Gönninger Str. 1 ein.


"Ens Blau nei gschrieba" dem Regierungspräsidenten überreicht
Vorsitzender Dr. Wolfgang Wulz dankt dem Stuttgarter  Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer für die Unterstützung des neuen  Buches zum Sebastian-Blau-Preis für Literatur durch den Arbeitskreis  Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart e.V. und überreicht ihm ein  druckfrisches Exemplar.
Foto: Magdalena Sauerwald
Mundartwoche in den Winnender Schulen
Auftaktveranstaltung der Mundartwoche in den Winnender Schulen bei den Baden-württembergischen Heimattagen. Zu Gast in der Grundschule Breuningsweiler bei Schulleiterin Monika Schmidt war der Autor Jürgen Riedel. Dr. Timo John von der Kulturstiftung der KSK Waiblingen überreichte dem Mund.art-Vorstand Dr. Wolfgang Wulz einen Scheck in Höhe von 1.000 €. Ganz rechts Frau Bisceglie vom Orgateam der Heimattage 2019.


Unsere Mission für die schwäbische Mundart hat es bis in die Landesnachrichten SWR Aktuell geschafft!

"Ens Blau nei gschrieba" jetzt im Buchhandel
"Ens Blau nei gschrieba - Schwäbische Geschichten und Gedichte": Der dritte Anthologieband zum Sebastian-Blau-Preis für Literatur. Wiederum ist das Beste versammelt, was das Ländle in der Mundartliteratur zu bieten hat. Die Vielfalt und Lebendigkeit der schwäbischen Literatur setzt sich auch im Zeitalter von E-Book und Digitalisierung durch. Schwäbischer Humor in Bestform!
Herausgeber: Pius Jauch und Wolfgang Wulz im Auftrag des Vereins schwäbische mund.art e.V. mit Zeichungen von Karlheinz Haaf. ISBN 9783842521650, Silberburg Verlag, 192 Seiten, 14 Abbildungen, Format 12,3 x 19,5 cm, Hardcover, € 9,99

Bild rechts: Gerlinde Kretschmann freut sich mit den Herausgebern Pius Jauch und Wolfgang Wulz über das neue Mund.art-Büchle
Mitgliederversammlung 2019
 
Das vertrauensvolle Miteinander innerhalb des Vereins und die freundschaftlichen Beziehungen zu den verschiedenen Partnerinstitutionen mit dem gemeinsamen Ziel, die Themen Mundart und Heimat hoch zu halten, sind nach Meinung des alten und neuen Vorsitzenden Dr. Wolfgang Wulz der entscheidende Faktor für den Aufschwung, den „schwäbische mund.art e.V.“ seit etlichen Jahren genommen hat. Aus den 28 Gründungsmitgliedern des Jahres 1997 sind inzwischen 352 Mundartbegeisterte geworden, Felixa Dollinger (Dollingerie-Theater) wurde als 350. Mitglied bei der Jahreshauptversammlung in Bad Cannstatt für ihren Beitritt zum „Netzwerkle“ mit schwäbisch-knitzen Produkten aus der Ideenschmiede von edizio:käpsele belohnt.

Dialekttagung mit "Landesvater" Kretschmann
Nachdem unser Verein mit dem Vorbereitungsteam des Staatsministeriums im Vorfeld Kontakt hatte, freuen wir uns außerordentlich über den erfolgreichen und interessanten Verlauf der Tagung im Stuttgarter Neuen Schloss. Unser  junger stellvertretender Vorsitzender Pius Jauch hat sich auf dem mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und weiteren Prominenten hochkarätig besetzten Podium glänzend geschlagen und beim kulturellen Abschluss als schwäbischer  Liedermacher zusammen mit seinen alemannischen Kollegen Uli Führe und  Markus Manfred Jung auf der Bühne des Weißen Saales das poetische Highlight des Tages hingelegt. Vorstand Dr. Wolfgang Wulz sieht nach seiner Moderation und Präsentation der Arbeitsgruppe „Dialekt und Schule“ große Chancen, künftig mehr Mundart in die Schulen zu bringen.
Der „Dialektgipfel“, bei dem die entscheidenden Trägerinnen und Träger der Mundartkultur des Landes vertreten waren, gibt zur Hoffnung Anlass, dass unsere Mundarten als wertvolles Kulturgut und Spracherbe in Zukunft größere Wertschätzung und eine deutlich gesteigerte institutionelle Unterstützung genießen werden.

Links zum Presseecho:
https://www.gea.de/neckar-alb/pfullingen-eningen-lichtenstein_artikel,-pfullinger-sch%C3%BClerin-f%C3%BCr-gea-artikel-geehrt-_arid,6107988.html
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/streit-ueber-mundart-sollten-wir-das-schwaebische-retten-a-1242390.html
https://www.swp.de/panorama/dialekte-auf-der-roten-liste-mundart-wird-chefsache-28530284.html
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.dialekttagung-in-stuttgart-rettungsversuch-fuer-den-heimischen-dialekt.4e1f6acb-dda0-493f-a825-6e3d41636ece.html
https://www.swp.de/suedwesten/tagung-fordert-mehr-mut-zur-mundart-28581324.html
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/der-dialekt-ist-ein-erhaltenswertes-kulturgut--161501766.html
https://www.esslinger-zeitung.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-gegen-den-tod-des-dialekts-tagung-zum-erhalt-der-sprachvielfalt-_arid,2231903.html
https://www.regio-tv.de/video_video,-winfried-kretschmann-will-schw%C3%A4bische-sprache-erhalten-_vidid,151763.html
Susanne Zimmerer siegt mit „Hoimweh em Schadda“ bei Jury und Publikum

Zum achten Mal seit 2002 hat der Verein „schwäbische mund.art e.V.“ mit Unterstützung wichtiger Partner wie Schwaben Bräu und Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V. den Sebastian-Blau-Preis für schwäbische Mundart zum Gedenken an den wohl bedeutendsten Mundartdichter des schwäbischen Dialektes, Prof. Josef Eberle alias Sebastian Blau, organisiert.

In diesem Jahr waren zum dritten Mal Mundartliteraten zur Bewerbung aufgerufen. Unter 46 Einsendern hat eine Experten-Jury in einem anonymen Verfahren zehn Teilnehmer für die Endausscheidung ausgewählt, die im Rottenburger Kulturzentrum Zehntscheuer ihre Werke vortrugen.

Susanne Mathilde Zimmerer aus St. Johann-Bleichstetten hat die Jury überzeugt und den mit 2.500 Euro dotierten ersten Platz belegt. Auch das 140-köpfige Publikum vergab seinen 500 Euro-Preis  für ihre Erzählung „Hoimweh em Schadda“, einem unter die Haut gehenden inneren Monolog über Schmerz und Verzeiflung, aber auch Trost und Hoffnung, der von einer tief empfundenen Verwurzelung in der Landschaft und Sprache der rauen Alb zeugt.

Zweiter Preisträger wurde Hans-Joachim Schneider. Sein Gedicht „Dämm’rung um da ‚Schwammaroa‘“ vermochte laut Jury „eine geheimnisvolle, märchenhafte Atmosphäre zu schaffen mittels seiner schwäbischen Lautmalerei, die Sprache und Landschaft eins werden lässt.“ Das brachte dem Dunninger Mundartpoeten 1.500,- Euro Preisgeld ein.

„Richtiger Mut“ heißt die hochaktuelle Erzählung der aus Stuttgart stammenden Frankfurter Autorin Marion Kinzig. Sie erhielt den dritten Preis und 1000 Euro für die rasante Darstellung eines gefährlichen Konflikts von Jugendlichen in einem großstädtischen sozialen Brennpunkt – formuliert im schwäbischen Regiolekt des mittleren Neckarraums.

Getragen wird der Sebastian-Blau-Preis für schwäbische Mundart vom Verein „schwäbische mund.art“, dem Förderverein Schwäbischer Dialekt, dem SWR, der Stadt Rottenburg, dem Silberburg-Verlag, und mit großzügiger Unterstützung der Stuttgarter Privat-Brauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu, die das Preisgeld zur Verfügung stellt. Auch der Arbeitskreis Heimatpflege und örtliche Sponsoren wie die Kreissparkasse Tübingen und die Stadtwerke Rottenburg trugen zum Gelingen des mundartlichen Großereignisses bei.

Sebastian-Blau-Tage: Mit em Bonobo-Song zom ESC-Sieg
Baisinge isch auf em beschte Weg, en dr Mundartstadt Rotteburg des Vorzeige-Mundart-Dorf z werde. Ganze 15 Stammtisch ond sechs Mundartfescht en dr Schloss-Scheuer hent mr zamme mit de Sänger ond Wandrer vom SV Baisinge en de letschde Johr nakriagt. Ond jeds Mol sends saumäßig luschdige, geischtreiche ond musikalische Obend worde.
Bei de diesjährige „Sebastian-Blau-Tage“ isch dr Hugo Breitschmid aus em Oberland gstartet. Dr „Bauredichter vom Busse“ isch mit seine Büchle so bekannt, dass sogar aus Brackene a Pärle 100 Kilometer weit pilgeret isch, om ihren schwäbische Lieblingsdichter endlich mol leibhaftig kennezlerne. Afangs fromm, drnoch luschdig ond zom Schuss gar gewagt hot er seine greimte Gschichtle kurz vor seim Achtzigschte noh voller Vitalität ond Witz auswendig deklamiert!
Dr Günther Wölfle isch en seim Brotberuf als Rechtsawalt ganz nah am Allzumenschliche. Ond als Dichter ond Musiker grad erscht recht. Scho seit de 70er schreibt er auf Melodie von de Beatles oder de Rolling Stones seine schwäbische Fassonge, wie etwa "Yeschderday, an meim Rädle isch dr Träppel heh“. Domols isch er bei me Rundfunk-Wettbewerb direkt hinterm legendäre Wolle Kriwanek ond seim Badewanneblues glandet. Drom hent mir ons ganz arg gfreut, dass er im Gegesatz zom Wolle, wo leider ganz früh scho hot gange müsse, immer noh so xond ond virtuos mit Goschehobel ond Gitarr spiele derf, wie den Song "Route 66" auf em "Radweg noch Lenninge, der voll isch wie d' Sau" oder sei Äpp-Lied:  "Ohne Äpp bisch heit an Depp, ohne Äpp kosch net verreisa oder aufs Klo gange zom …
Zom bombastische Schluss hot d Marlies Blume, bürgerlich: Heike Sauer, onser blitzgscheiter ond pfiffiger Ulmer Spatz – oder besser sott mr sage: Spätzin -     wieder amol an komplett pinke kabarettistische Wirbelsturm auf dr Bühne entfacht mit ihrem nagelneue Programm „Ohne Dich fehlt Dir was“. Ganz hählenge kommt ihr Spott über onser selbschtverliebte Ego-Gsellschaft drher ond mr merkt erscht ganz zletscht: du selber bisch gmoint ond gar net dui oder de sell! Friede, Menschlichkeit, Offeheit, Teilhabe isch ihr Botschaft als selbscht ernannter Uno-Engel, wo beim ESC mit seim Song über an knitze Bonobo-Aff 12 Punkte eifahre möcht. Die hot ihr des Baisinger Publikom onder kräftiger Mitwirkung als Begleitchor mit stürmischer Klatscherei ruckzuck zugschtande!
A ähnlichs Hailait isch am Tag drauf dr Auftritt von onsere „Siebe Schwobe“ en dr Rotteburger Zehntscheuer gworde: Onsere Schwobabuabe Patrick Nagel ond Marco Truffner, mit grad Zwölf die jüngschte Mitglieder, hent profimäßig Blaugedichte rezitiert, saugut trainiert vom Mentor ond Opa Peter Nagel. Dr Autor ond Humorischt Wilfried Albeck hot des Publikum obremst en sei Biotop am Saitewurscht-Äquator neigrisse ond do drbei hoorscharf de schwäbische Lachnerv troffe. Genauso wie d Kabarettistin Sabine Schief  als „Lachkardiologin“. Mit Hilfe ihrer originelle Vrwandtschaft aus dr Schief-Sippe vom Baby über d‘ Oma bis zur agheiratete Tante aus Kasachschtan hot sie wertvolle  Rezept ausgstellt zom Liebeslebe ond zur Partnerinnenbehandlong: Am beschte so, wia a superteures Heilixblechle drmit omgange, also wasche, pflege ond vrwöhne… Buddy Bosch ond sei Band Muggabatschr hent zom krönende Finale alles aufmarschiere lasse, was em Schwoberock en 40 Johr en die schwäbische Hitlischte komme isch: Wolle Kriwanek, Hank Häberle jr., Schwoißfuaß ond ao die oigene Stuegert-Hymne, wo auf die neue Weihnachtsbenefiz-CD für d Stroßekender kommt. -wz-

„Lompaliadr“ und „Lompaverse“
1. Mund.art-Stammtisch im Bauernhausmuseum Weissacher  Tal
„Im Weissacher Täle, do gibt’s koi Tunell, z’erscht kommt dr Gerlach ond dann spielt d’Kapell“ – diese leicht abgewandelten Zeile aus einem  „Lompaliadr-Klassiker“ könnte man als Fazit unter den ersten Mundart-Stammtisch im  Bauernhausmuseum Weissacher Tal schreiben.
Der Verein ‚schwäbische mund.art  e.V.‘ und der Heimatverein Weissacher Tal  freuten sich über ein volles Haus.
„Ach, du liabr Vadder“, „Oms Nomgucka“ oder „Dr Lehmbolla“,  so heißen einige der bisher acht Gedichtbände, die der  Mundartpoet Rolf Gerlach veröffentlicht hat. Seine schwäbische Lyrik kommt manchmal derb, oft kernig, nicht immer ganz stubenrein, aber stets humorvoll  daher. Seine  „Versle“  und Gedichte waren deshalb  genau die richtigen Zutaten für einen gelungenen „Lompa-Abend“ im Oberling des altehrwürdigen Bauernhauses. So ziemlich jede seiner schwäbischen Lautmalereien wurde mit einem Lacher quittiert. Es war ein Vergnügen, ihm zuzuhören.
Noch deftiger, noch frivoler und selten stubenrein war die Reise in die Seelenwelt der „schwäbischen Lompaliadr“. Spontan hatten sich „dr Vaddr“ und „spiritus rector“ der schwäbischen Mundart-Folk-Rock-Band „Wendrsonn“, Markus Stricker mit den beiden Weissacher  „Nachwuchskünstlern“ Reiner Deimel und Peter Scheurer zusammengetan, ein wenig geübt und dann zu einer aufreizenden Tour durch die Niederungen und Höhepunkte schwäbischer Frivolität eingeladen. Der Start war „droba auf dr raue Alb“, dann ging es „auf dr schwäbscha Eisabahna“ durchs „Tunell zwische Schtuagart ond Cannstatt“ zu „de Hasa auf em Wasa“ vorbei an „gampenden Fischen“ hin zu den „Schützengraben aller Zinnsoldaten“ und irre vielen „Pfarrstellen“  hier und überall. Und alle sangen mit. Holadihi und holadiho.
Der „Wendrsonn-Chef“, selbst Mitglied im Heimatverein Weissacher Tal, stellte das ganze Equipment und verzichtete dafür auf jegliche Gage. Er habe enge familiäre Bande zur letzten Bewohnerfamilie des Museums und freue sich, wenn ab und zu wieder  lebendige Musik in das Haus einziehe, so Markus Stricker.
Nach diesem gelungenen Auftakt wird es weitere MundArt-Stammtische im Bauernhausmuseum geben. Darin waren sich der Vorsitzende des Heimatvereins Jürgen Hestler und Albert Dietz vom Verein „schwäbische mund.art “ ganz und gar einig.
Jürgen Hestler


Von links: Franz-Josef Winterhalter, Klaus-Dieter Reichert, Siegfried Mager, Pius Jauch, Friedel Scheer-Nahor, Heidi Zöllner,  Martha Meyer, Wendelinus Wurth, Dr. Wolfgang Wulz, Hanno Kluge

5. Mundartwettbewerb in den Schulen im Schuljahr 2018/2019
Zum fünften Mal schreibt der Arbeitskreis Mundart in der Schule den Wettbewerb für Schul- und Klassenprojektefür alle Schularten des Landes Baden-Württemberg aus.
Bei den vergangenen Wettbewerben der Jahre 2008, 2011, 2013 und 2016 gab es ca. 100 Bewerbungen aus ebenso vielen Schulen und Klassen. Etwa ein Viertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde für ihre hervorragenden Klassen- und Projektarbeiten mit Preisgeldern in Höhe von 10. 000 Euro ausgezeichnet.
Auch im Schuljahr 2018/19 winken wieder Preisgelder im Gesamtumfang von 2.500 Euro.
Mehr über den Wettbwerb und die Ausschreibungsmodalitäten hier...

Kreissparkasse Böblingen unterstützt seit Jahren "Mundart in der Schule"
Die beiden Klassen 4 der Ludwig-Uhland-Schule in Böblingen profitierten im Schuljahr 2017/18 zum ersten Mal vom großartigen Engagement der Kreissparkasse Böblingen für das Projekt Mundart in der Schule.
Seit 2013 konnten an 17 Schulen im Landkreis Böblingen zusammen 37 schwäbische, alemannische und fränkische  Doppelstunden mit Künstlerinnen und Künstler der Vereinigungen "schwäbische mund.art" und "Muettersproch-Gsellschaft" organisiert und vor allem finanziert werden.
So auch im vergangenen Herbst unter dem Motto "Mund.art-Poesie" während der baden-württembergischen Literaturtage in Sindelfingen und Böblingen.
Mehr über die jüngste Veranstaltung an der Ludwig-Uhland-Schule....

Mundart in der Schule
In 1500 Mundartstunden 15.000 Schüler erreicht
Zimmern o. R.- Zu seiner 16. Tagung traf sich der 2003 von den Mundartvereinigungen „Muettersproch-Gsellschaft e.V.“ und „schwäbische mund.art e.V.“ ins Leben gerufene „Arbeitskreis Mundart in der Schule“ im Vereinsheim des Trachtenvereins Zimmern o. R. Das bei der Gründung erklärte Ziel hieß, die Mundarten Alemannisch, Schwäbisch und Fränkisch in den Schulen des Landes durch Begegnungen von Klassen und Mundartkünstlern als wertvolles Kulturgut und wichtiges Spracherbe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Mehr dazu...

15. Baisinger Mund.art-Stammtisch
Ein volles Haus im Baisinger SV-Heim durfte Dr. Wolfgang Wulz als Vorsitzender des Vereins schwäbische mund.art e.V. beim 15. Mund.art-Stammtisch im SV Sportheim beklatschen, wo seit der Schließung des Löwen die schwäbische Kleinkunstveranstaltung ihre Heimat gefunden hat. Nur beim Start vor vier Jahren hatten sich so viele Baisinger Ortansässige, ergänzt durch Gäste aus Rottenburg und dem Oberen Gäu, eingefunden.
Ihnen wurde vom schwäbischen Dichter- und Musikanten-Duo Peter Fidel und Lena Barth aus Melchingen – also geradewegs „von drr Alb rra“ - ein einstündiges Programm geboten zu dem Angela Baum vom Schwarzwälder Boten (15.3.2018) schreibt: Dialektfreunde, Alteingesessene wie Reigschmeckte konnten einen lustigen und beschwingten Abend erleben. Fidel und Barth sind Preisträger des „Närrischen Ohrwurms“ des SWR-Fernsehens. Am Fasnetssonntag traten sie in Singen auf und freuen sich noch heute, dass sie so ein Stück bekannter wurden. Neben humorvollen Liedern gab Fidel auch eine Kostprobe seiner schwäbischen Gedichte, etwa „Beim Dokter“, „Dr’ Zeitungsschreiber“ oder auch den Prolog „Hosch scho k’heirt“ zum Besten. Sein Buch „Flecka Gschwätz“ nimmt alltägliche Situationen, oder auch das Dorfleben humorvoll aufs Korn.

Im zweiten Teil des Abends brachten Teilnehmer aus dem Publikum Schwäbisch-Deftiges, aber auch Nachdenkliches zu Gehör. Emilie Kussmaul aus Oberjettingen sang das Loblied auf den Mitarbeiter „Karle“, der seit seiner Lehrzeit dem Betrieb die Treue gehalten hat. Reiner Dinger aus Öschelbronn deckte mit diebischer Freude etliche seiner ausgeklügelten Aprilscherze auf, bei denen einmal sogar ein Dutzend Personen vergeblich zur Gründung eines Fasnetsvereins in einem streng evangelischen Flecken aufmarschiert waren. Der Saibronner Karlheinz Haaf glänzte mit präziser Mundartdichtkunst über biblische Themen und Wolfgang Wulz forderte als „dr Sell“ mit seiner jüngsten schwäbischen Zeitungskolumne dazu auf, möglichst zahlreich an den bevorstehenden „Flecke- ond Landschaftsputzete“ teilzunehmen.
Dank eines für Stammtischzwecke neu aufgelegten „Liederbüchles“ und der Gitarrenbegleitung von Lena Barth, erschallten mit Unterstützung etlicher Stimmen aus der SV-Sängerabteilung noch einige Lompeliedle, ehe der Abend standesgemäß mit der württembergischen Hymne „Der reichste Fürst“ bzw. „Preisend mit viel schöne Reden“ zu Ende ging.

Mitgliederversammlung am 10. März 2018

„Nur durch Vernetzung und Kooperation können wir als Vereinigung zur Förderung von Mundart und Dialekt unser Anliegen zum Erfolg bringen“, konstatierte Vorsitzender Dr. Wolfgang Wulz bei der Mitgliederversammlung des Vereins „schwäbische mund.art e.V.“, der in der „Mundartstadt“ Rottenburg am Neckar im Oberndorfer „Sonnenzentrum“ zu Gast war.
Mehr dazu...

Die Stammtischorganisatorin Marie-Luise Ilg ist erst vor kurzem als 300. Mitglied im Verein begrüßt worden.
Jetzt hat sie  im Wasseralfinger Gasthaus Hirsch den 1. Mund.art-Stammtisch auf der Ostalb ins Leben gerufen.

Alle Künstlerinnen und Künstler von schwäbische mund.art e.V. in einer Broschüre
Die Präsentation der Künstlerinnen und Künstler von A bis Z gibt es zum Herunterladen im PDF-Format.
Hier das Gesamtverzeichnis herunterladen...
Mit dieser Datei können Künstler und Veranstalter auch Autogramm- bzw. Werbepostkarten herstellen.

1. Cannstatter Mund.art-Stammtisch
Die Veranstaltung im proppenvollen Saal der Gaststätte „Cannstatter Tor“ fand ein tolles Echo. Nach Wilhelm Bauers („Boskoop“)  gereimter Lobeshymne auf sein Cannstatt kam der bekannte Mundartautor und Liedermacher Helmut E. Pfitzer zu Wort.
„Willst du keinen Streit und Ärger, meide jeden Württemberger“, so heizt er die Stimmung im Saal an. Als geborener Stuttgarter sei er hauptsächlich Cannstatter, den es in der Zwischenzeit über Horb nach Markgrönigen verschlagen habe. Nach seiner Stadt-, Landerfahrung gebe es bei uns zwei unterschiedliche Menschen: Schwaben und Stuttgarter.
Unterstrichen mit anekdotischen Episoden gibt er einen tiefen Einblick in die schwäbische Seele, wobei die Stuttgarter vor allem draußen im Land gar nicht gut wegkommen. Der Durst der Schwaben indes sei unübertroffen, so könne man nach zwei Viertel Trollinger immer noch schaffen. Dem ärztlichen Rat, den Trollingerkonsum wegen der Auswirkung auf das Gehirn einzuschränken, wird trocken gekontert: „Bei meiner Frau und dem heutigen Fernsehprogramm braucht mr koi Hirn, manchmal ischs sogar schädlich.“ Mit seinen Ausführungen zur Dialektik wie „Komm, gang mr weg“ begründet er eindrücklich, warum es für Reingschmeckte so schwierig ist, die Urbevölkerung zu verstehen.
Nach der Pause gab es die nächste Überraschung. Nicht weniger als 13 Vorträge von Gästen, angefangen vom „Wakamba“ aus Gaisburg, launigen Mundartgedichten, wie der „Hexenver-brennung“ bis zum Bericht über einen herrlich-unglücklichen Besuch des Cannstatter Mineralbads zeigte, welch breites Spektrum bei den Vortragenden vorhanden war. Dank der vorzüglichen Gerichte aus der schwäbischen Extraspeisekarte ging ein rund herum gelungener Abend in fröhlicher Runde zu Ende. Die unerwartete Resonanz ermutigt die Veranstalter, in diesem Jahr noch einen weiteren Stammtisch abzuhalten.
Wolfgang Rupp

Bistro Domizil in Leonberg ist Mund.art-Gasthaus
38 schwäbische Schbiele-Stammtische zum Binoggla ond Gaigla hat die Eltingerin Elke Zinßer seit einigen Jahren organisiert und wurde an jedem ersten Sonntag im Monat mit ihrem Dutzend MitspielerInnen vom Bistro Domizil am Leonberger Marktplatz gastlich aufgenommen. Dafür überreichte Vorstand Dr. Wolfgang Wulz dem Gastwirtsehepaar Mattner die Plakette "Mund.art-Gasthaus - Traditionslokal mit schwäbischem Stammtisch".
Am Abend der Verleihung wurde eine vertiefte Zusammenarbeit beschlossen. 2018 werden im Gewölbekeller des Domizils zwei Kleinkunstabende "Mund.art im Domizil" stattfinden. Am 5. Mai gibt es einen schwäbischen Kabarettabend mit Sabine Essinger, am 27. November folgt ein weiterer Abend mit dem Liedermacher Dieter Huthmacher.
Dr. Wolfgang Wulz zum Thema: Schwäbisch geht nicht unter...
in: Blätter des Schwäbischen Albvereins 4/2017

1. Mund.art-Stammtisch auf der Ostalb
Bernd Merkle, schwäbischer Mundartautor, lockte viele Gäste in den Traditionsgasthof Hirsch. Merkle war prominenter Gast beim Mundartstammtisch in Wasseralfingen, zu dem alle Freunde des Schwäbischen zum ersten Mal eingeladen waren. Merkle entzündete geradezu ein schwäbisches Feuerwerk, in dem seine mal humorvollen Gedichte und mal hintergründigen Geschichten wie in allen Farben aufscheinende Sterne waren, gespickt mit Wortwitz und Sprachspielereien. So auch die Geschichte von de „Henna“, die „henna ond dussa“ leben dürfen. Ein bisschen blitzt  darin auch die „Maufaulhaid“ der Schwaben auf. Nur ungern und mit viel Applaus entlassen die Gäste Merkle auf seinen weiten Heimweg.
Wer angenommen hat, der Abend im Hirsch sei an dieser Stelle aus gewesen, wurde überrascht von zahlreichen Mundartbeiträgen der Gäste. Darunter war auch ein musikalischer Beitrag der Sängerlust aus Treppach, deren Sängerinnen und Sänger in einem ihrer Lieder unser Ländle hochleben ließen.  
Das schwäbische Vesper im Hirsch rundete den „saumäßig“ gelungenen Abend ab.  Nach diesem geglückten Auftakt werden 2018 weitere Stammtischrunden im „Hirsch“ folgen. -lg

Zur Feier des 40. Mund.art-Stammtisches in der Rottenburger Kultkneipe „Weinstube Stanis“ war eigens ein Fernsehteam vom SWR-Landessender Mainz aus Rheinland-Pfalz angereist. Die TV-Reorter konnten an diesem Abend die ganz besonders anheimelnde, schwäbische Atmosphäre und die lebendigen Publikumsbeiträge bei diesem 2004 von Pfarrer i.R. Rudolf Paul und Peter Nagel als Urtyp gegründeten Stammtischs einfangen. Vorsitzender Dr. Wolfgang Wulz überreichte dem völlig überraschten und hoch erfreuten Wirtsehepaar Michaela und Klaus Biesinger anlässlich dieses beachtlichen Jubiläums die Plakette "Mund.art-Gasthaus - Traditionslokal mit schwäbischem Stammtisch" mit der schelmisch hinzugefügten Verpflichtung, es noch mindestens auf 100 Stanis-Stammtische zu bringen.
Beim 15. Stuttgarter Mund.art-Stammtisch in der Brauereigaststätte Dinkelacker-Schwabenbräu freute sich Inhaber Felipe Ribas-Heredia nicht nur zum wiederholten Mal über einen knallvollen Gewölbekeller, sondern über die vom Mund.art-Vorsitzenden Dr. Wolfgang Wulz überreichte Plakette "Mund.art-Gasthaus - Traditionslokal mit schwäbischem Stammtisch", eine Auszeichnung für Stammtischlokalitäten, die mehr als zehn Veranstaltungen beherbergt haben und kontinuierlich weiterführen.
"Inzwischen gibt es 20 Mund.art-Stammtische im ganzen Ländle", konnte der Vereinschef bei dieser Gelegenheit nicht ohne Stolz vermelden. Der Hauptgast des Abends und Begründer der Stuttgarter Runde, Helmut Eberhard Pfitzer, unterhielt die Gäste mit seinem geistreichen schwäbischen Solo-Programm voller "Verstand ond Gfühl". Im freien Teil des Abends war wieder hochkaratig Schwäbisches von Elke Zinßer, Herbert Demel, Reinhold Frank, Hanno Kluge und als Premiere von Überraschungsgast Helga Becker als "Frau Nägele" zu hören. Im begeisterten Publikum war man sich einig, dass hier "Mundartkunst auf hohem sprachlichen und zugleich unterhaltendem Niveau" geboten war.
Der große Zuspruch für die Zusammenkünfte in Carl's Braukeller hat den Verein schwäbische mund.art e.V. veranlasst, sich dort künftig sechs- statt viermal jährlich zu treffen. Der Ausblick aufs Jahresprogramm 2018 verspricht eine Fortsetzung der bisherigen Erfolgsgeschichte. Auftreten werden die Sebastian-Blau-Preisträger für Kabarett "Hillu's Herzdropfa" (14. Februar), die Schwoba-Jazzer "Gluzger" (16. Mai), Autor Rolf Gerlach (11. Juli), der Liedermacher Walter Spira (12. September), der Kabarettist Tommy Nube (17. Oktober) und die Akustik-Folkrock-Band "Gradraus" (14. November).
Landesliteraturtage: Felix Huby erhält den Sebastian-Blau-Ehrenpreis
Zu einer erneuten schwäbischen Sternstunde wurde die Verleihung des Sebastian-Blau-Ehrenpreises an den Schriftsteller Felix Huby als „herausragendem Botschafter schwäbischer Lebensart und Denkweise“.
Heidemarie A. Hechtel (Stuttgarter Zeitung) kommentiert den Abend als witzig, poetisch und aufschlussreich auch für Reigschmeckte. Genau wie die Schwäbisch schwätzenden Charaktere, denen Felix Huby im Fernsehen bundesweite Popularität verschaffte. An der Spitze „Tatort“-Kommissar Bienzle. Und alle Figuren, denen das hier nicht fehlende Volksschauspieler-Paar Walter Schultheiß und Trudel Wulle in Serien wie „Oh Gott, Herr Pfarrer“ urschwäbisches Profil verlieh.
„Du hast das Bild des Schwaben humorvoller, freier und warmherziger gemacht“, pries Uwe Zellmer, Gründer des Lindenhoftheaters Melchingen, Felix Huby alias Eberhard Hungerbühler  aus Dettenhausen, der in seiner Lesung die schwäbische Mundart mit ihrem grandiosen Wortschatz und mit ihrer Grammatik in den Rang einer eigenständigen Sprache hob.
Die Preisverleihung im SparkassenForum bildete den mundartlichen Höhepunkt der Baden-Württembergischen Literaturtage in Böblingen und Sindelfingen. Unter dem Thema „Mund.art-Poesie“ präsentierten in 12 Abend- und Schulveranstaltungen 26 Künstler*innen vor fast 500 Gästen die im Land beheimateten Dialekte Schwäbisch, Alemannisch und Fränkisch.

Sebastian-Blau-Tage 2017
Ein Heimspiel bei vollem Haus hatten die preisgekrönte Folkrockband Wendrsonn, das knitze Trio vom Bisinger Brettle und der altbewährte Dichter Werner Gaus in der Baisinger Schloss-Scheuer, unterstützt von der SV-Sängerabteilung. Übervoll war es auch am Samstagnachmittag im Café Stadtgespräch der neuen Rottenburger Stadtbibliothek, wo Urgestein Rolf Gerlach von unseren jüngsten Sebastian-Blau-Rezitatoren Patrick Nagel und Marco Truffner trefflich umrahmt wurde. Die dortige Abendveranstaltung unserer „Sieba Schwôba“ brachte danach mundartliche Kleinkunst vom Besten! Jochen  Lanius und Carlheinz Nisi boten als „bluescollected“ eingängigen Blues mit schwäbischer Note, die Marionettenspielerin Siegrun Zimmermann ließ die Gäste durch ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild und durch die mundartlich präzise agierende, herrliche Berta-Figur in deren entschleunigte Welt wie in einen Traum eintauchen. Der Blaupreisträger Peter Leonhard zeigte als Karl-Heinz Dünnbier in der Rolle des Zauberers, Kabarettisten und Bauchredners Variétékunst der Extraklasse.
Gleichzeitig ging es an diesem Abend in der ganzen Innenstadt bei Volksmusik und Mundart hoch her. Während sich in der Weinstube „Stanis“ bei Peter Nagel und den Baumhäusler, im „Hirsch“ beim Trio DanzMäg und in der Gaststätte „Eintracht“ bei Gesang mit Akkordeonbegleitung die Gäste drängten, waren die beiden kostenpflichtigen Veranstaltungen im Vereinsheim der Bürgerwache (hier trat die bekannte Spundlochmusig mit Wulf Wager auf) und die 7 Schwôba in der Stadtbücherei  eher spärlich besucht. Die zehn Euro Eintritt wollten sich angesichts der vielen kostenlosen Angebote wohl etliche Schwaben sparen.
Bei der vierten Auflage der Sebastian-Blau-Tage am dritten Septemberwochenende in der Mundartstadt Rottenburg standen wieder zahlreiche Künstlerinnen und Künstler unseres Vereins auf den Bühnen. Unterschiedlich wie die künstlerischen Formen, die dabei zu sehen waren, geriet auch der Zuspruch der Zuschauer, die teils strömten, teils tröpfelten.

Heimatmedaille für Peter Nagel
Im Rahmen der baden-württembergischen Heimattage 2017 in Karlsruhe wurde Peter Nagel aus Rottenburg mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg für seine Verdienste um die heimische Mundart geehrt. Der 1938 geborene Nagel ist ein ausgewiesener und profunder Kenner des Werkes von Josef Eberle alias Sebastian Blau und für seine Rezitationen von dessen Mundartgedichten bekannt. Auch Tübingens Regierungspräsident Klaus Tappeser beglückwünschte Nagel zu dieser Auszeichnung. „Peter Nagel hat die Erinnerung an Sebastian Blau und dessen schwäbischen Gedichte nicht nur lebendig erhalten, sondern diese für eine breite Öffentlichkeit wieder neu erschlossen“, sagte Tappeser. Nagel verstehe es, diese zeitlosen Gedichte unterhaltsam und intelligent neu zu interpretieren und damit viele Menschen für die schwäbische Mundart zu begeistern.
Der Verein freut sich mit seinem Rottenburger Urgestein über die hohe Ehrung und gratuliert herzlich.

1. Mund.art-Stammtisch im Kilchberger Hirsch
Die Neugründung eines Mundartstammtisches durch den Verein „schwäbische mund.art e.V.“ im Kilchberger Hirsch wurde am vergangenen Mittwoch zu einem glänzenden Erfolg. Wirtin Sandra Kunzmann, die mit ihrem Partner Robin Lewandowski erst vor kurzem vom Regierungspräsidium Tübingen als „vorbildliches Dorfgasthaus“ ausgezeichnet worden war, durfte sich über fast 60 Gäste freuen, die sich vor allem auch wegen der Stargäste aus Rottenburg, dem Trio der legendären Gluzger-Band, eingefunden hatten.
„Unsere inzwischen 17 Stammtische im ganzen Land sind neben dem ‚Sebastian-Blau-Preis‘ und dem Projekt ‚Mundart in der Schule‘  die wichtigsten Säulen bei unseren Bemühungen, die schwäbische Mundart als wertvolles Kulturgut und sprachliches Erbe im Bewusstsein der Öffentlichkeit lebendig zu halten“, bekundete eingangs Mund.art-Vorstand Dr. Wolfgang Wulz. Maßgeblich unterstützt wird sein Verein dabei vom befreundeten Kooperationspartner, dem Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V., dessen Geschäftsführer Hartmut Witte es sich nicht nehmen ließ, zur Stammtisch-Taufe in den Tübinger Teilort zu kommen.
Danach übernahm eine volle Stunde lang Gluzger-Frontmann Rupert Leger (Banjo, Gitarre)die Regie und legte zusammen mit Matthias Hans (Klarinette) und Hans-Otto Schmidt (Bass und Tuba) wohl den fetzigsten „Schwôba-Jazz ond –Dixie“ aufs Parkett, den man in der 400-jährigen Geschichte des „Hirschen“ dort je gehört hat. Seit 1970 spielt der pensionierte Polizeihauptkommissar Leger in „Raoteburger“ Stammlokalen und bei der Fasnet auf, seit 1978 gibt es offiziell DIE GLUZGER in der traditionellen Sechser-Combo.  Die weltberühmten schwäbisch-englischen Hits wie Evelin, I lost my Money und Eisgrem brachten das Publikum – unter ihnen auch etliche eingefleischte Fans - zum Mitwippen und Mitsummen. Es fehlte nur wenig, dass man sich bei schwäbischem Bier, Wein und Ochsenbäckle rhythmisch nach New Orleans und Rio versetzt fühlte, wohin sich die Gluzger samt Fanclub schon mehrmals zu Tourneen begeben hatten.
Im zweiten Teil des Abends war die Bühne frei für schwäbische Beiträge aus dem Publikum. Reiner Dinger aus Öschelbronn karikierte treffsicher einen Jung-Rentner. Nach dem Basteln von 31 „Vogelhäusle“ gründet der eine Pensionärsgruppe, die sich regelmäßig für diverse Arbeitseinsätze buchen lässt. Der Hagelocher Dr. Jürgen Christner rief in brillanten Mundart-Versen jenen denkwürdigen Zwischenfall in Erinnerung, bei dem vor der Tübinger HNO-Klinik ein Student von der Feuerwehr aus einer weiblichen Exklusivteilen nicht unähnlichen Plastik befreit werden musste. Martha Engstler aus Rottenburg rezitierte den Übervater Sebastian Blau mit „a bissle deftige Verslen“, bevor die alteingesessenen Kilchberger „Waihdäg ond Lützehardter“ vom Necknamenexperten Wolfgang Wulz „aufs Ärmle“ genommen wurden. Den köstlichen Schluss eines unterhaltsamen schwäbischen Kleinkunstabends bot die Metzinger Blaupreissiegerin von 2002, Doris Oswald. Ihre in vielen Büchern verewigten Gedichte und Geschichten stimmen oft nachdenklich, fordern aber auch bisweilen zum Schenkelklatschen auf, so nach dem Motto: „Verliersch du em Sommer d‘ Onderhos, war scho em Friahjohr ‘s Gummi los!“
Angesichts rundum zufriedener und fröhlich heimkehrender Gäste war allen Beteiligten klar: der 2. Kilchberger Mund.art-Stammtisch wird im Spätherbst folgen.

"Heimat muss auch offen sein für Neues und Fremdes.“
Klaus-Dieter Reichert aus Steinenbronn unter den Geehrten
„Heimatpflege ist äußerst dynamisch. Sie erstreckt sich nicht nur auf die Pflege von Kultur und Brauchtum. Sie muss vor allem auch stattgefundene und stattfindende kulturelle Veränderungen ständig aufgreifen und nachvollziehen. Heimat muss daher auch offen sein für Neues und Fremdes“, führte der Regierungspräsident aus. „Die heutigen fünf Preisträger haben in diesem Sinne sowohl durch ihr Handeln selbst als auch durch den Erfolg ihres Handelns ihren Beitrag zur Stärkung unserer gemeinsamen kulturellen Identität geleistet.“
Unter den Geehrten war auch der Steinenbronner Rektor a. D. Klaus-Dieter Reichert, der die „Heimatnadel“ in Anwesenheit des Böblinger Vizelandrats Martin Wuttke und des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde, Johann Singer, entgegen nehmen durfte.
AK-Vorsitzender Paul Nemeth unterstrich in seiner Laudatio Reicherts Einsatz als langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins schwäbische mund.art e.V. und lobte sein Werk als seealemannischer Autor und Leiter von Schreibwerkstätten, wo er vielen Mundartautoren ein Forum bot. Von den Anfängen bis heute ist Klaus-Dieter Reichert in seinem Mundartverein ununterbrochen im Redaktionsteam der Vereinsseite in der Zeitschrift Schönes Schwaben und der Vereinsnachrichten mund.art INFO.
Seit 2002 arbeitet er im Orga-Team des Sebastian-Blau-Preises für schwäbische Mundart an führender Stelle mit. Klaus-Dieter Reichert zählt zu den Gründungsmitgliedern des von den Mundartvereinigungen „schwäbische mund.art e.V.“ und der alemannischen „Muettersproch-Gsellschaft e.V.“ eingerichteten Arbeitskreises „Mundart in der Schule“. Seine schulische Expertise half dabei, dass eine Reihe von alemannischen, schwäbischen und fränkischen Schulexperten und Mundartautoren aktiv wurden und den AK Mundart in der Schule inzwischen zu großen Erfolgen führen konnten. So wurden seit dem Jahr 2005 mit insgesamt über 600 Autorenbegegnungen an den Schulen des Landes etwa 12.000 Schülerinnen und Schüler mit Dialektthemen bekannt gemacht.
Weiteres ehrenamtliches Engagement zeigte der Pädagoge und Rektor a.D. auch als Jurymitglied bei den vier Mundartwettbewerben in der Schule von 2008 bis 2016.
Regierungspräsident Wolfgang Reimer und der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Paul Nemeth MdL, haben am Montag, 3. April, gemeinsam die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart verliehen. Geehrt wurden Personen, die sich in besonderer Weise um die Heimatpflege verdient gemacht haben. Die Veranstaltung fand im Europasaal des Regierungspräsidiums Stuttgart in Stuttgart-Vaihingen statt.

Mund.art auch bei den Landesliteraturtagen
Noch nie gab es in der Vereinsgeschichte eine Mitgliederversammlung so direkt an der schwäbisch-fränkischen Grenze. Aber die Anreise lohnte sich schon aufgrund des wunderschönen Veranstaltungsorts und aufmerksamer Gastgeber: Unsere Mitglieder Jürgen Kunz und Martin Opitz haben in der Walheimer Kelter, dem früheren Feuerwehrmagazin, auf ganz besonders liebevolle Weise das „Café Bricklebrit“ als schwäbisches Märchen- und Geschichtenhaus mit einer entzückenden Kleinkunstbühne eingerichtet.
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Die Rede des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann MdL zum Thema "Dialekt in der Gesellschaft"
gibt es jetzt hier
Intensivierung der Kooperation mit dem "Förderverein Schwäbischer Dialekt"
Die beiden Vereine schwäbische mund.art e.V. und Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V. intensivieren künftig ihre bereits seit vielen Jahren bewährte Kooperation (Mundart in der Schule, Sebastian-Blau-Preis, Sebastian-Blau-Tage). Die von den beiden Institutionen organisierten Veranstaltungen werden als Kooperationsveranstaltungen durchgeführt und gemeinsam in den jeweiligen Webseiten und Vereinsnachrichten aufgeführt.

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